Nur einmal habe ich Merle Haggard in einem Konzert gesehen: Das war 2013 in Austin, Texas, beim »Austin Rodeo«. In eine provisorische Mehrzweckhalle, in der das eigentliche Rodeo stattfand, also all die Pferde- und Bullenritte, war mit einem Traktor eine mobile Bühne auf das Geläuf gefahren worden, die sich langsam zu drehen begann, als Merle Haggard das Konzert mit einem seiner großen Hits, Big City, eröffnete:

Sich als Fan zu identifizieren, bedeutet in popkulturellen Zusammenhängen oft, sich zur zweiten Liga zu bekennen.

Die blauen Wahlerfolge haben das Klima in Oberösterreich verändert. Besonders deutlich zeigt sich das im Umgang mit zwei Personengruppen: Flüchtlingen und Armutsreisenden. So unterschiedlich beide auch sind, es lassen sich doch einige Parallelen finden. Zuerst verlieren sie ihre Legitimität, dann ihre Rechte.

Der in der Schweiz geborene Micha Brumlik gehört im deutschsprachigen Raum zu den schreibfreudigsten Kommentatoren des Nahostkonflikts. Nun hat der ehemalige Leiter des Frankfurter Fritz Bauer Instituts und jetzige Inhaber der Franz Rosenzweig-Gastprofessur an der Universität Kassel einige seiner zentralen Texte aus den letzten Jahren in einem schmalen Bändchen zusammengefasst.

Pejorative visuelle Vorstellungen von Juden sind nach wie vor virulent. Alte Stereotype werden tradiert und in aktuellen Zusammenhängen fortgeschrieben. Dabei wäre es unzureichend, anzunehmen, es handle sich lediglich um falsche Vorurteile über Juden und Jüdinnen, die man leicht bekämpfen könne, indem man die jeweiligen Zuschreibungen nur geraderückt.

Die Seichtigkeit der Wiener Musikkritik hat in tiefsitzenden Ressentiments ihre Ursache. Bleiben sie unerhellt, finden sie konsequenterweise in Theodor W. Adorno ihr Ziel. Von dem Gefühl grundiert, diesem Philosophen und Musiker – Schüler und Freund von Alban Berg und Eduard Steuermann – nicht gewachsen zu sein, liefert jede Invektive einen weiteren Beleg, wie wenig es trügt.

Der dreigeteilte Roman Verlorene Illusionen1 - eines der besten Werke der »kleinen Romanfabrik«2 und »Promotion-Agentur Balzac«3 - ist zwischen 1837–1843 in Serie erschienen und fällt somit in die eher restaurativ geprägte Phase des Autors.

»Mit schülerhaftem Übereifer taten die Krausianer dem Meister und einander kund, dass sie all seine Anspielungen verstanden und willig waren, über jede zu lachen, die an ihren Spott appellierte.«
Manès Sperber

Im Dezember 2015 ist der Iraner Mohammadreza Madadi als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Gemeinsam mit seinem Landsmann Hamidreza Pirghasemi wurde er in Berlin im Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof untergebracht.

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