»Ich weiß nicht, ob etwas demütigender für die Menschen sein kann als die Gewissheit, worin wir sind, dass nichts so Unsinniges und Lächerliches erträumt werden kann, das nicht zu irgendeiner Zeit oder auf irgendeinem Teile des Erdenrunds von einer beträchtlichen Anzahl von Menschen für wahr, ernsthaft und ehrwürdig wäre angesehen worden.«
Christoph Martin Wieland, deutscher Aufklärer (1733 – 1813)

Vielleicht hat man ihnen in den letzten Wochen eine Ausgabe vom Wochenblick in die Hand gedrückt oder in den Postkasten gelegt und sie durften sich über Schlagzeilen wie »Kriminalität explodiert«, »Steuergeld für radikale Islamprediger«, »Asyl-Vergewaltiger darf nicht abgeschoben werden« und vielen Bildern von Frauen in Dirndlkleidern oder auch gänzlich ohne Kleider wundern.

Der Dozent und Herr Groll waren im Palais Auersperg bei der Wahlparty der Grünen gewesen und befanden sich auf dem Weg in den Prater, wo die FPÖ in einem Biergarten den Umstand feierte, daß ein unscheinbarer blauer Verlegenheitskandidat aus dem Burgenland vor der Auszählung der Wahlkarten mit 51,9% eine absolute Mehrheit erreicht hatte.

Ausstellungsdauer: 26. Mai – 10. Juni 2016

Führungen für Schulen – Termine und Anmeldung:
Do, 2. Juni, 11 & 14 Uhr
Fr, 3. Juni, 11 & 14 Uhr

Anmeldung für Führungen: http://www.radical-openness.org/2016/behind-the-smart-world/tours

»Österreich ist das einzige Land, das durch Erfahrung dümmer wird.« Dieses vermeintliche Karl-Kraus-Zitat geisterte in den vergangenen Wochen durch diverse Foren. Se non è vero, e ben trovato, wie 49,7 % für Hofer zeigen. Auch für das Cover dieser Versorgerin, das auf unseren Journalismus-Schwerpunkt hinweisen soll, greifen wir auf ein Kraus-Zitat zurück, das – erraten!

Die meisten Persönlichkeiten waren genötigt Rebellen zu sein“, schreibt Oscar Wilde in seinem Essay über Die Seele des Menschen im Sozialismus, und fährt fort: „Ihre halbe Kraft hat die Reibung mit der Außenwelt verbraucht.“ Es gehört zum Verdienst Houellebecqs, genau diese Reibungen, die er selbst beständig erfährt

Die weltgrößte Musikmesse, die SXSW in Austin, Texas, war am Abend vorher zuende gegangen. Fünf Tage lang hatten 2.278 Künstler aus 55 Ländern vor über 25.000 Fachbesuchern aus aller Welt und vor dem örtlichen Publikum ihre Konzerte gespielt.

Der Gibling! Für einige war die Stadtwerkstatt-Community-Währung Anfang des Jahres ein Grund, an der Lauterkeit der Stadtwerkstatt zu zweifeln … aber eigentlich waren das genau genommen nur ein paar Irregeleitete. Unter dem Titel »Stadtwerkstatt fuhr mit eigener Währung Verluste ein« erschreckten die »Oberösterreichischen Nachrichten« Anfang Jänner ihre besorgten Leser_innen.

Nach seinen Erzählbänden »Legenden und ein Söhnchen« sowie »Der wundersame Affe Fritz« legt Sebastian Vogt ein neues, erstaunliches Buch vor. Erzählte er in den beiden ersten Bänden von den Ländern des Orients und der Antike, so handelt der neue Band von einem fiktiven Staat östlich der Schweiz, der sich bis zum Schwarzen Meer erstreckt. In dem Land hat sich eine Diktatur etabliert.

Zu den wichtigsten Prinzipien der internationalen Behindertenbewegung (Independent Living Movement oder Selbstbestimmt-Leben-Bewegung) zählt die Ablehnung und Bekämpfung der Medizinierung von behindertem Leben. Von der Norm abweichende Lebensformen werden bei diesem weit verbreiteten Ansatz als Krankheit eingestuft und entwürdigenden Therapien unterworfen, die die Grenze zur Gewalttätigkeit überschreiten.

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