Al­s die Geschichte Martin Luther King am 4.4.1968 seinem Attentäter auslieferte, gab sie damit dem drei Jahre zuvor von Anhängern der Nation of Islam ermordeten Malcolm X in seiner Militanz, wenngleich nicht seiner religiösen Irrfahrt, recht.

»Das Paradox besteht darin, dass die Emanzipationsbewegungen gegen jede Form von symbolischer Herrschaft immerzu einer falschen Radikalität anheimfallen, die sie daran hindert, sich bei den Herrschenden jene Instrumente abzuholen, die für einen erfolgreichen Abschluss des Unterfangens der Befreiung unerlässlich wären.«
Pierre Bourdieu

Seit Weihnachten besitze ich einen jener internetfähigen Minicomputer, die helfen, Telefonate weitgehend überflüssig zu machen, dessen ungeachtet aber immer noch Smartphone heißen.

Würde heute ein Politiker oder eine Politikerin fordern »weitet die Arbeitslosigkeit aus«, er oder sie könnte sofort einpacken. Deswegen versprechen Politmanager über alle Parteigrenzen hinweg bekanntlich genau das Gegenteil: nämlich Arbeit, Arbeit, Arbeit.

In den letzten Tagen des Februar 2018 unternahmen Herr Groll und der Dozent einen Studienausgang an die Korneuburger Donau. Die Sonne spiegelte sich im ruhigen Wasser des Stroms, es war klirrend kalt. Mit dem Versprechen, ihn auf eine pannonische Fischsuppe im Restaurant Tuttendörfl einzuladen, war es dem Dozenten gelungen, Groll aus seiner warmen Wohnung ans eisige Ufer des Stroms zu locken.

Kurz vor Ende 2017 gab es für gleich drei oberösterreichische Frauen*organisationen eine böse Weihnachtsüberraschung der Landesregierung – es hieß: Streichung der jährlichen Basisförderungen um 100%. Betroffen sind maiz – autonomes zentrum von und für migrantinnen*, FIFTITU% – Vernetzungs- und Beratungsstelle für Künstler*innen und kulturschaffende Frauen* und die Arge SIE – Beratung und Wohnen für wohnungslose Frauen.

Dass unter den FPÖ-Mitgliedern eine große Anzahl deutschnationaler Burschenschafter sind, ist schon lange bekannt. Nun ist die dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller Mitglied verschiedener Mädelschaften, unter anderem der Linzer »Iduna«. Wie haben sich Mädelschaften entwickelt und welche Frauen*bilder werden da vermittelt?

In den dreißiger Jahren entwickelte Österreich wie die meisten anderen europäischen Staaten eine eigenständige Diktaturform – einen christlich-deutschen Staat nach dem Vorbild des italienischen Faschismus.

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