Martin Roth, scheidender Direktor des Victoria & Albert Museums London, träumt vom intellektuellen Widerstand. Dies legt zumindest die Überschrift seines kürzlich in der ZEIT erschienenen Aufsatzes nahe (DIE ZEIT Nr. 42/2016, 6. Oktober 2016). Um aber immer weiter träumen zu können, und das lässt wiederum der Aufsatz selbst vermuten, setzt er alles daran, die Verwirklichung dieses Traums zu verhindern.

»Brecht, der der damaligen Lage gemäß noch mit Politik zu tun hatte, nicht mit ihrem Surrogat, sagte einmal, dem Sinn nach, ihn interessiere, wenn er ganz ehrlich mit sich sei, au fond das Theater mehr als die Veränderung der Welt.

Bei allem Respekt für die Kunstschaffenden aller Orte aller Zeiten, für deren wunderliche Werke und mannigfaltige Manifeste, für ihren häufigen Einsatz für Fortschritt und Freiheit! Dieser Text wird ihnen vielleicht Unrecht tun, denn er hat keinerlei Absicht, gefällig zu sein, oder schön im Kant’schen Sinne – nicht das, was »ohne alles Interesse gefalle«.

Software-Roboter oder kurz Bots existieren, seit es Computer gibt. Den ersten Bot, der einer Unterhaltung folgen konnte, entwarf der britische Computerwissenschaftler und Mathematiker Alan Turing in den 1950iger Jahren. Sein bahnbrechendes Papier »Computing Machinery and Intelli-gence«1 bildet bis heute die Grundlage für die Entwicklung künstlicher Intelligenz.

Bei einem Heftschwerpunkt zu »Kunst und Konformismus« ist es nicht unbedingt ein Ausdruck von letzterem, erstere prominent abzubilden: Der Künstler Dietmar Brehm hat uns für das Cover freundlicherweise ein Werk aus seiner Serie »Adorno Verkleidet«, 1980, Acryl auf Papier, zur Verfügung gestellt.

myco-logick ist eine serie von projekten/installationsversuchen mit unseren kohabitanten aus dem reich der pilze. myco-logick ist teil des stadtwerkstatt-infolab, das research nach dem wesen der information betreibt.

Woher kommt dieser sound? Of course! Aus dem Wurlitzer, der in all den juke joints steht, in denen neben dem Krug- auch das Faustrecht herrscht und am Tresen zwischen durchweichten Servietten voll abnotiertem Hirngemurmel immer genügend change für den nächsten Screamin‘ Jay Hawkins-Song liegt. A spell? Are you talking to me, or testing your cakehole?

Im Sommer habe ich Sarah Grant und Danja Vasiliev während ihrer Stadtwerksatt Residency auf der Eleonore1 kennengelernt.

Da stehen und sitzen sie auf dem Promofoto ihres Plattenkonzerns Universal: Die Musiker Max Raabe, Thomas Quasthoff und Cassandra Steen und die Manager der Musikindustrie, die sich „Senior Director Domestic Marketing & Special Projects“ oder „Senior Product Manager“ oder „Senior Manager Promotion Classics“ oder „Manager TV Promotion“ oder schlicht „President Deutsche Grammophon“ nennen.

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