Spiegel: Bisher, so formulierte einmal Ihr Freund Habermas, hat sich Ihre Dialektik an den »schwärzesten Stellen« der Resignation, dem »destruktiven Sog des Todestriebes«, überlassen.

Adorno: Ich würde eher sagen, daß der krampfhafte Hang zum Positiven aus dem Todestrieb kommt.

Richard, du hast dich als Linker oft kritisch mit der Linken befasst. Ein häufiger Vorwurf innerhalb dieser lautet, dass die Rechte stark zusammensteht, während sie zersplittert sei.

»Man muss das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen.« Karl Marx

Wer die Verlagsankündigung von Erwin Riess’ jüngsten Roman »Herr Groll und die Stromschnellen des Tiber« liest, könnte meinen, es handle sich um ein Buch nach der Façon von Dan Brown: Verschwörungen von Klerikern auf höchster vatikanischer Ebene; historische religiöse Schriften, deren Veröffentlichung nicht weniger als einen dritten Weltkrieg zur Folge hätte; Auftragskiller, die auf Geheiß des hohen Klerus und dessen hochkriminellen Wirtschaft

»Der zentrale Punkt ist, dass Migranten nicht in die EU gelangen sollen.« Sebastian Kurz

Auch wenn du in der Vergangenheit deinen Namen nicht immer unter die Projekte von servus.at geschrieben hast, ist der künstlerische Part des Vereins schon sehr stark von deiner Person geprägt. Welche Themen haben dich am meisten beschäftigt?

Die katholische Organisation Pax Christi fühlte sich von Alex Feuerherdts Artikel »Das unheilbar gute Gewissen von Pax Christi« (siehe Versorgerin #115) derart auf den Talarkragen getreten, dass sie per Mail nassforsch einforderte, dass sie gern eine Art PR-Text in dieser Versorgerin »abdrucken lassen möchte«.

In den letzten Jahren sind im Verlag Edition Atelier, der auch deine Romane publiziert, mehrere Werke erschienen, die sich mit der Flüchtlingsthematik befassen. Wie würdest du deine Herangehensweise an diese Thematik definieren, wie ist die Idee zu deinem Roman »In die Transitzone« entstanden?

Mittlerweile sind auch (Sicherheits-)Behörden und Journalisten in Deutschland dazu übergegangen, zwischen Reichsbürgern und Staatsverweigerern zu unterscheiden. Laut der Welt am Sonntag vom 23. Juli 2017, wo man aus einem vertraulichen Lagebericht des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) zitiert, werden Reichsbürgern neuerdings »äußerste Gewalt« und auch »terroristische Aktionen« zugetraut.

Das Hamburger Gipfeltreffen des G20-Kartells – ohne UNO-Mandat oder völkerrechtliche Deckung – ist zwar vorbei, nicht aber sein schaler Nachgeschmack. Von Inhalten und Resultaten nicht die Spur. Dafür viel spießige Empörung über die Ausschreitungen auf der Straße, und dies (!) in einem dysfunktionalen Wirtschaftssystem, dessen große Kontinuität darin besteht, brutal über die Köpfe der es erhaltenden Menschen hinweg zu entscheiden.

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