Im Herbst erschien die erste Ausgabe des »Missy Magazine«, mit dem Untertitel »Popkultur für Frauen«. Die Vorberichte auf mehr oder minder vertrauenswürdigen Internetseiten waren derart überschwänglich, dass ich mit sehr hohen Erwartungen das ausdrücklich angeforderte Rezensionsexemplar durchackerte.

Unterwegs. Vom Cafe Meier zum Hauptplatz, der Pfarrplatz ein Loch, Gitter leiten um, weg vom kürzesten Weg, über Bretter zur Kirche, es ist spät, ich bin spät dran, es bleibt keine Zeit für den Herbst, nicht einmal Zeit für den Herbst in den Lindenkronen am Pfarrplatz. Noch reiben sich gelbe Blätter an grünen. Bald wirbeln sie sich weg im blauen Föhn.

Der Antisemitismus versetzt Juden in eine ausweglose Situation. Dem reichen Juden wird sein Erfolg angekreidet, der arme als Schnorrer verachtet. Der Assimilant erscheint als heimtückischer Zersetzer des Volkskörpers, der Traditionsbewusste als anpassungsunfähiger Sonderling. Der sexuell Aktive gilt als Verderber und Verführer der Jugend, der Enthaltsame als impotenter Schwächling.

Aufgewachsen in der einzigen jüdischen Familie in Papenburg im Emsland, ist Oliver Polak nichts Komisches fremd. Jetzt ist er dreißig und blickt zum ersten Mal zurück: auf seine Jugend als Generation Eins nach der Stunde Null - irgendwo zwischen Thora und VIVA.

Nein, damit ist nicht mein Kumpelchen Christian Schiff gemeint, sondern es handelt sich um ein künstlerisches Projekt, das die beiden Wiener Künstler Bernhard Rappold und Stefan Glettler mit Insassen der Justizanstalt Hirtenberg (südlich von Wien) verwirklicht haben.

Das Konzept verknüpft literarische Texte von AutorInnen aus dem Bereich der Popkultur (im speziellen HipHop aber auch Rock, Pop ect.) mit einem DJ für den musikalischen Ausklang. Ziel ist es einerseits ein durchaus jüngeres Publikum für zeitgenössische Sprachkunst zu begeistern und andererseits deutschsprachigen (bzw.

Durch den Umbau des AEC ging Grünfläche vor dem Haus Kirchengasse 4 verloren. 2008 beschäftigte sich die Stadtwerkstatt deshalb mit dem Thema »Neuland«. Die Donaulände wurde als Brachland entdeckt. Dieses Neuland bietet nicht nur einen Grün- bzw Kulturacker sondern auch ein Stück der Donau, also auch das Wasser als neuen Arbeitsraum.

Neben Guerilla Gardening (siehe unser Cover und Seite 3) ist in den nächsten Wochen Literatur ein Schwerpunkt in der Stadtwerkstatt und auch dieser Versorgerin. Eugenie Kain hat einen neuen Erzählband veröffentlicht, aus dem wir auf Seite 9 den Text »Unterwegs« bringen.

Jahrelang galt er als der Vorzugsschüler der deutschsprachigen Literatur. Aufgeweckt, beflissen, mit guten Manieren und mittlerem Talent versehen, geriet er mancher Talkshow zur Zierde. Seine Beiträge zu Fragen der Literatur und Kultur zeugten von höherer Bildung und fleißiger Lesearbeit.

Es ist wieder Gespensterstunde. Nachdem es uns nun nicht mehr so gut geht, weil es auch der Wirtschaft nicht mehr so gut geht, versammeln sich Verursacher wie Betroffene im selben Rettungsboot und streiten sich um »Politiker- oder Managerversagen«.

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