In Europa existieren zwei Kategorien von Bürgern: Die einen dürfen sich der Freizügigkeit und Bewegungsfreiheit innerhalb Europas erfreuen. Den anderen wird dieses Recht verwehrt.

Monocle, ein englisches Magazin und Guide für geschmacksichere Lebensführung, widmete jüngst eine Ausgabe dem »Bauen besserer Städte, Viertel und Wohnorten«. Die Titelgeschichte: Eine Rangliste der 25 lebenswertesten Städte der Welt. Am ersten Platz: Kopenhagen, gefolgt von München und Tokyo. Auf Platz sechs der u.a.

Als Horkheimer und Adorno Anfang der 1940er Jahre ihren Essay »Kulturindustrie, Aufklärung als Massenbetrug« als Teil der Dialektik der Aufklärung verfassten, richteten sie sich gegen den wachsenden Einfluss der Unterhaltungsindustrie, gegen die Kommerzialisierung der Kunst und gegen die totalisierende Vereinheitlichung »der Kultur«, vor allem im Land ihrer Emigration, den USA.

Vom Bürofenster aus können wir sehen wie bereits die ersten Betonplatten auf dem Dach des neuen Ars Electronica Centers verlegt werden, hier könnte etwas Neuartiges entstehen, siehe den Artikel »Schnapp dir den Südbalkon« von Christoph Schäfer in der Versorgerin #77.

Nun sitzen wird also mitten im lila, rosa, grün blinkenden Disneyland der dobusch’schen Turbo-Kulturentwicklung. Der alten Fassade der Kirchen-gasse 4 und anliegenden Häusern ist liebevoller Betonraum verordnet worden.

Was kommt raus, wenn in Kärnten Gemeinderäte in drei Dörfern beschließen, sich über den Artikel Sieben des Staatsvertrags hinwegzusetzen und überhaupt keine Ortstafeln mehr aufstellen, da die Bevölkerung zu mehr als zehn Prozent slowenischsprachig ist?

Das Ausstellungsprojekt »Hammerweg« lief von 4. Oktober bis 1. November in der Trauner Hammerwegsiedlung, initiiert und konzipiert wurde es von Alenka Maly, Eugenie Kain und Bibi Weber.

Früher, sagen die Kulturpessimisten, sei es leicht gewesen, sich kritisch dem Gegenstand Fernsehen zu nähern.

Eine Geschichte will geschrieben werden. Diese Geschichte will geschrieben werden. Die Geschichte vom Tankhafen und dem Tankschiff und der Tankwartin, die nach den Schiffen horcht. Vor allem die Geschichte dieser Frau will erzählt werden. Das Abendrot verfängt sich zwischen den spiegelnden Metallzylindern mit den Treibstoffreserven der Stadt und der Tankhafen lodert auf. Sie sieht es nicht.

Am 17. Oktober 1978 nahm sich Jean Améry im Salzburger Hotel »Österreichischer Hof« das Leben. Ein Essayist, der gern als Literat anerkannt gewesen wäre, ein Linker, dem es die Linke schwer macht, ein Jude, der mit Juden nichts anzufangen weiß. Irene Heidelberger-Leonard macht in der Biographie Jean Améry.

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