Geschätzter Freund! Gestatte, daß ich, wie jeder Historiker, der auf sich hält, mit der Topographie und der Tektonik beginne.

Die Rezeption von Autoren wie Foucault, Lyotard oder Derrida, des so genannten Poststrukturalismus also, vollzog sich im deutschsprachigen Raum mit merkbarer Verzögerung. Was in Frankreich als Reaktion auf »1968« entstand und im darauffolgenden Jahrzehnt auch in den USA zum Inbegriff von »critical theory« avancierte, breitete sich in der hiesigen Linken erst nach der Zäsur von 1989 aus.

Maria Fekters Äußerungen zum Zusammenhang von Bankenschelte, zwei Weltkriegen und Judenhass im September dieses Jahres waren derart geschichtsvergessen und in ihrer Intention durchschaubar, dass es einem widerstrebt, sie näher unter die Lupe zu nehmen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fanden in Nazideutschland die schwersten Pogrome im deutschsprachigen

Der folgende Text wurde im Jahr 2007 im Zuge eines von der damaligen Geschäftsführung des Linzer Kulturvereins KAPU initiierten Publikationsprojektes verfasst, das Geschichte und Strukturen des Hauses in möglichst vielen Facetten beleuchten sollte.

Dirt Deflector lassen es ordentlich krachen. Normalerweise. Diesmal spielt das Rock-Duo jedoch nahezu geräuschlos, weil unplugged. Radikal unplugged. Aus der Stromgitarre ragt kein Kabel – wozu auch: Es gibt weder einen Amp, noch eine Anlage. Leise klirren die Saiten. An ein Drumset erinnert nur ein einsamer Snare-Ständer – Schlagzeuger Hasi entpuppt sich als enthusiastischer Pantomime und drischt mit seinen Sticks auf imaginäre Trommeln ein.

Der »Kulturentwicklungsplan Neu« geht in seine öffentlich-partizipativen Runden. Kulturdirektor Julius Stieber im Interview mit Tanja Brandmayr.

Zu Beginn des KEP

Siegbert Janko (geb. 1945) war zwischen 1990 und 2010 Kulturdirektor der Stadt Linz und maßgeblich an der Entwicklung des ersten Linzer Kulturentwicklungsplans (kurz KEP) beteiligt. Dieser wurde im Jahr 2000 im Gemeinderat beschlossen und hat die kulturelle Entwicklung der Stadt stark beeinflusst. Unter Leitung seines Nachfolgers Julius Stieber wird derzeit in einem partizipativen Prozess ein neuer Kulturentwicklungsplan erarbeitet.

Ich habe im Oktober die Startveranstaltung des KEP neu besucht: Einführende Worte über den Kulturentwicklungsplan alt und neu, über Prozessdesign und Zielsetzungen allgemein und dann geht‘s ab in die medias res des Abends – in die Workshops zur »Stärken- und Schwächenanalyse« der Stadt Linz.

Zehn Jahre nach ihrem ersten Kulturentwicklungsplan strengt die Stadt Linz mit dem »KEP neu« nun einen »Prozess zur Erarbeitung eines Kulturleitbildes und strategischen Programms für die kulturelle Entwicklung der Stadt Linz« (http://kep.public1.linz.at) an.

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