Als ich das erste Mal die Worte Adornos las, laut denen keine Utopie eine solche sei, ohne die Abschaffung des Todes, war dies wie ein völlig einverständiges Wiederlesen und weckte zugleich eine lang vergessene Trauer. Erst nach einiger Zeit fiel mir auf, dass meine erste kindlich-„intellektuelle“ Auseinandersetzung mit dem Tod und der Sterblichkeit im Universum Tolkiens stattgefunden hatte.

Die Anbieter von Ewigkeitsoptionen wie Auferstehung, Wiedergeburt oder Weiterfeiern in Walhalla leiden schon seit einiger Zeit an einem gewissen Glaubwürdigkeitsverlust. Hoch im Kurs stehen hingegen technische Lösungsansätze, sich dem leidigen Ableben zu entziehen.

Heute vom Atomkrieg zu sprechen erhält leicht etwas Anachronistisches. Wo der kalte Krieg als Anästhetikum für den Holocaust wirkte und einen »Zeitkäfig«[1] herstellte, wird er heute selbst anästhesiert durch eine grimmiger gewordene bürgerliche Ideologie.

Der Pessimismus in seiner populären Form ist eine Lebenslehre, darin nicht unterschieden von Hedonismus, Epikureismus und anderen philosophischen Schulen einer Zeit, als die Philosophie sich von den Erfordernissen der Praxis noch kaum emanzipiert hatte. In gewisser Weise ist er sogar eine Lehre vom guten Leben.

Fünfzig Kilometer östlich von Brünn schlenderten der Dozent und Herr Groll durch einen Schlosspark. Den unbefestigten Weg säumten ausladende Eichen, morsche Eschen und einige alte Platanen. Gemessenen Schrittes näherten die beiden Freunde sich dem Schloß Slavkov u Brna, das auch unter dem Namen Austerlitz bekannt ist. Das Schloß sei die Heimstätte eines berühmten österreichischen Adelsgeschlechts, erzählte der Dozent.

Bots als Verbreiter von Desinformation

In einem Gespräch mit Ernst Bloch formulierte Theodor W. Adorno den Gedanken, dass die Vorstellung von der Abschaffung des Todes als Maßstab für die Fähigkeit gelten kann, überhaupt Utopien entwickeln zu können. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich Paulette Gensler anhand der Elben mit (Un)Sterblichkeit im Werk J.R.R. Tolkiens, während Svenna Triebler technologische Versuche zur Erlangung ewigen Lebens beleuchtet.

Noch bis Mitte Juni bevölkern unbekannte Vogelstimmen ein ausgedehntes Areal der Hamburger Hafencity. Der Linzer Komponist, Produzent und Soundkünstler Wolfgang Fadi Dorninger hat ein virtuelles Klanguniversum geschaffen. In seinem Linzer Studio erzählte er Silvana Steinbacher unter anderem von seiner Vorliebe, Welten für den öffentlichen Raum zu kreieren.

Strom Resurrection im Frühjahr 2012
5 Jahre neues Cafe Strom im Frühjahr 2017!

Mein liebes Publikum!

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