Nicht selten tragen Gedenktage am meisten zum Vergessen bei. So ergeht es in diesem Jahr Gustav Mahler. Die Feier seines Todestages wird – nicht anders als die seines Geburtstags im vergangenen Jahr – begangen, als wäre mit der Renaissance seiner Musik seit den 1960er Jahren auch nichts mehr über die Abwehr zu sagen, die ihr einmal entgegengesetzt wurde.

Die erste Abteilung in die ich Sie, werter Freund, führen will, ist eine österreichische Hauptabteilung, ich nenne sie »Superlativ und Versagen«. Wie Karl Kraus nachgewiesen hat, ist der Superlativ in der politischen Sphäre nichts anderes als das Eingeständnis der eigenen Tatenlosigkeit. Wenn man nur tätig wird, wenn der Status des Weltbesten winkt, kann man gleich die Hände in den Schoß legen und auch das Machbare nicht tun.

Kommentatoren wie beispielsweise Karim El-Gawhary erklären den Israelis, sie sollten sich nicht soviel Sorgen machen und auch einmal das Positive sehen.

Sie kamen überraschend und breiteten sich wie ein Lauffeuer aus – die Aufstände in den arabischen Staaten, die ihren Ausgangspunkt in Tunesien mit dem Sturz des Diktators Ben Ali nahmen und innerhalb kurzer Zeit zu größeren und kleineren Aufständen in fast allen anderen arabischen Ländern führten. Thomas von der Osten Sacken hat sie vor Ort miterlebt.

Historisierung von Nationalsozialismus und Antisemitismus bedeutet heute auf der politischen Ebene die Instrumentalisierung des Antifaschismus zur Legitimierung von Ideologie und Stiftung von Gemeinschaft.

»Opa war kein Nazi« – unter diesem Titel analysierte die Forschungsgruppe um den Sozialpsychologen Harald Welzer Anfang des Jahrtausends Strategien, die Verstrickung der eigenen Familie in den Nationalsozialismus zu verdrängen. Das Buch zeigt, mit welchen narrativen Tricks aus Tätern oder Mitläufern widerständige Menschen und/oder Opfer werden, kurz, wie im familiären Rahmen Geschichte geschrieben, man könnte auch sagen, umgeschrieben wird.

»die menschen haben die götter gemacht. die menschen sind also kleine götter, also sehr kleine. sehr sehr sehr kleine götter.« Ronald M. Schernikau, Legende

Die Lage an der Donau ist ein entscheidendes Merkmal von Linz und trägt ganz wesentlich zur Attraktivität dieser Stadt bei. Die Donau verleiht Linz einen Hauch von Internationalität, was diese Stadt ganz dringend braucht.
Die Integration des Flusscharakters in die Stadt gelingt auf mehrfache Weise:

Ein herzliches Grüß Gott! Wie geht es GOtt denn in diesen Tagen? Spielt es jetzt Krise der Theodizee reloaded oder ist ohnehin kein Platz mehr für IHN? »Religionskritik im Zeitalter des ungeglaubten Glaubens« verhandelt Lars Quadfasel von der Hamburger Studienbibliothek auf einer Doppelseite (4+5).

Robertina Šebjanič und Luka Frelih betreiben in Ljubljana LJUDMILA, ein ähnlich angesiedelter Verein wie servus.at. 2009 waren die Beiden bei LiWoLi mit dem Projekt Pufination vertreten und haben den »hands on« Workshop Pufi building durchgeführt. In diesem Zusammenhang war ich mit Robertina im Austausch über das Format »Workshop« und die damit auftauchenden Herausforderungen. Was ist ein guter Workshop?

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