Vor rund fünf Dekaden bildeten sich in Wien die ersten Vorläuferprojekte der bekanntesten, wie auch kontroversiellsten heimischen Rock-Formation der späten 1960er Jahre: Novak’s Kapelle, deren Biographie auf Spätgeborene wohl kaum wie reale österreichische Musikgeschichte, sondern eher wie das Drehbuch einer hysterischen Proto-Punk-Mockumentary wirken dürfte.

Obwohl über die tatsächliche Geburtsstunde des Genres durchaus Uneinigkeit herrscht, wird Punk heuer offiziell Vierzig. Begleitet wird die Einläutung des neuen, gesetzteren Lebensabschnitts der alten Rotznase von ihrer Musealisierung, Kanonisierung, und Vereinnahmung als Kunst- und Nationalgeschichte (aktuell z.B. als »Punk London« unter den Auspizien von Königin Elizabeth II, dem Heritage Lottery Fund, und dem unsäglichen Boris Johnson).

Puppen gehören zu den Übergangsobjekten. Kinder können in ihnen Eltern- und Kindanteile üben, bis sie lernen, Trauer und Trost anders zu kanalisieren. Sie kuscheln und spielen mit ihnen, füttern sie und schimpfen, und natürlich werden Puppen auch gequält. Dazu kann ein handgeschnitztes Holzfigürchen ebenso dienen wie eine sportifizierte Barbie. Seit drei Jahren liegen Puppen mit einem Reißverschluss als Maul in den Auslagen.

Versorgerin: You grew up as a Canadian Jew in Ottawa, moved to Israel and became a citizen in the year 1995. This was just a few years after the first Intifada and shortly after the Oslo Accords.
* What was your perception of the conflict back in Canada?
* Did it change fundamentally after moving to Israel and if yes, in what regards?
* When and how did you come up with the Ask-Project?

Versorgerin: Sie sind als kanadischer Jude in Ottawa aufgewachsen, dann nach Israel gezogen und wurden 1995 israelischer Staatsbürger – also nur wenige Jahre nach der ersten Intifada und kurz nach den Osloer Abkommen. Was war Ihre Wahrnehmung des israelisch-palästinensischen Konflikts in Kanada? Hat sie sich nach dem Umzug nach Israel fundamental geändert und wenn ja, in welcher Hinsicht?

Rechtzeitig zum 40. Jahrestag der Flugzeugentführung durch das Kommando Che Guevara erschien im Münsteraner Unrast-Verlag eine etwa 400 Seiten starke Investigativschrift gegen das angebliche »Selektionsnarrativ«. Wie der Titel, Legenden um Entebbe, bereits verrät, soll den ‚Legenden‘, die sich seither um Entebbe drehen, auf den Zahn gefühlt werden.

„Das Ich, das biographisch erzählbar ist als Ganzheitsfigur, entsteht in der Folge von Rousseau und der englischen Romanschreiber dann weiter bei Goethe, Jean Paul bis hin zu Thomas Mann und den vielen anderen Romanautoren als genau jenes Ich, das Freud ins Zentrum seiner psychoanalytischen Konstruktionen stellt.

»Obama ist nicht schwarz«1, behauptete die schwarze US-amerikanische Autorin Debra Dickerson, kurz nachdem dieser Anfang 2007 seine Präsidentschaftskandidatur bekannt gegeben hatte – und »Eine Mehrheit der Schwarzen«, sekundierte damals das deutsche Magazin DER SPIEGEL »scheint diese Meinung zu teilen.

»Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm,
beim Nazi ist es andersrum.«

Es gehe nicht um Schuld, sagt der eben erst aus dem Lager befreite Knabe Köves in Imre Kertész’ Roman eines Schicksallosen: es gehe »nur darum, daß man etwas einsehen müsse, schlicht und einfach, allein dem Verstand zuliebe, des Anstands wegen, sozusagen«.1 Einzusehen wäre dem Verstand zuliebe, dass man ihn hat und sich nicht einfach darauf hinausreden kann, ihn nicht zu haben; das heißt: das Vermögen, für sich selbst

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