Auch wenn du in der Vergangenheit deinen Namen nicht immer unter die Projekte von servus.at geschrieben hast, ist der künstlerische Part des Vereins schon sehr stark von deiner Person geprägt. Welche Themen haben dich am meisten beschäftigt?

Die katholische Organisation Pax Christi fühlte sich von Alex Feuerherdts Artikel »Das unheilbar gute Gewissen von Pax Christi« (siehe Versorgerin #115) derart auf den Talarkragen getreten, dass sie per Mail nassforsch einforderte, dass sie gern eine Art PR-Text in dieser Versorgerin »abdrucken lassen möchte«.

In den letzten Jahren sind im Verlag Edition Atelier, der auch deine Romane publiziert, mehrere Werke erschienen, die sich mit der Flüchtlingsthematik befassen. Wie würdest du deine Herangehensweise an diese Thematik definieren, wie ist die Idee zu deinem Roman »In die Transitzone« entstanden?

Mittlerweile sind auch (Sicherheits-)Behörden und Journalisten in Deutschland dazu übergegangen, zwischen Reichsbürgern und Staatsverweigerern zu unterscheiden. Laut der Welt am Sonntag vom 23. Juli 2017, wo man aus einem vertraulichen Lagebericht des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) zitiert, werden Reichsbürgern neuerdings »äußerste Gewalt« und auch »terroristische Aktionen« zugetraut.

Das Hamburger Gipfeltreffen des G20-Kartells – ohne UNO-Mandat oder völkerrechtliche Deckung – ist zwar vorbei, nicht aber sein schaler Nachgeschmack. Von Inhalten und Resultaten nicht die Spur. Dafür viel spießige Empörung über die Ausschreitungen auf der Straße, und dies (!) in einem dysfunktionalen Wirtschaftssystem, dessen große Kontinuität darin besteht, brutal über die Köpfe der es erhaltenden Menschen hinweg zu entscheiden.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem geschlossenen Raum. Durch den Türschlitz werden Ihnen Zettelchen, auf denen chinesische Schriftzeichen stehen, zugesteckt. Gehen wir davon aus, dass Sie selbst kein Wort Chinesisch sprechen. Aber im Zimmer gibt es Handbücher, Regeln und Anweisungen, mit denen Sie die Zeichen verarbeiten können und daraus passende Antworten erzeugen.

Über einen längeren Zeitraum hat sich Hades als Versuchsanordnung und Projektionsfläche für offene Fragen und die Reflexion über künstliche Intelligenz entwickelt. Seit der Metamorphose vom Biocomputer zum künstlichen neuronalen Netzwerk lebt ANN nun in einer verkehrten und entrückten Welt: »Ihr, die ihr hier eintretet, laßt alle Hoffnung fahren.«

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»Das reproduzierte Kunstwerk wird in immer steigendem Maße die Reproduktion eines auf Reproduzierbarkeit angelegten Kunstwerks.« (Benjamin, Kunstwerkaufsatz)

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