Editorial

Was soll das? Wir werden jeder Brieftaube den Bürzel rupfen, die die infamen Behauptungen des Erwin Riess transportiert und jeden Briefträger durch Drohnen ersetzen, der Tina Füchslbauers Vernaderung DEUTSCHER MÄDEL ausliefert. Da loben wir die Vorarbeit des oberösterreichischen Frauenreferats, auch wenn Miesmacherinnen wie Melanie Letschnig daran herummäkeln. Dieser Stephan Grigat, der nicht in das Lob der Arbeit (das uns leider mit dem sozialistischen Feind verbindet) einstimmt, wird so schnell nicht wieder essen. Ein Verräter wie dieser Türke wiederum, der sich als Deutscher ausgibt, nur um unter dem Deckmantel der »Pressefreiheit« das Volk zu zersetzen, sollte ewig im Kerker schmoren und nicht von dieser Paulette Gensler auch noch willkommen geheißen werden. Nur gut, dass Gemeinschaftsempfänger heute in beide Richtungen funktionieren – das wird sich als nützlich erweisen und auch eine Svenna Triebler hat das zu akzeptieren. Wenn Links-Linke Links-Linke kritisieren, ist das für uns zwar ein innerer Reichsparteitag, dass Jakob Hayner aber die Identitätspolitik angreift, kann nicht in unserem Sinne sein – dafür war und ist sie uns zu nützlich. Ähnliches gilt für den Text von Felix Riedel: Kritik am Antirassismus läuft bei uns nur dann offene Türen ein, wenn sie sich nicht auf eine bestimmte Form beschränkt – gegen Sozialexperimente, bei denen Leute herumkommandiert werden, haben wir nichts. Der Beitrag von Gerhard Scheit über die Freiheit im Subjekt läuft unseren Zwecken völlig zuwider und jemand wie Magnus Klaue, der Sprache nicht als Instrument, sondern als Reflexionsform begreift, ist uns von vorneherein suspekt. Kulturell liegt vieles im Argen: Libertinage sollte der Parteispitze vorbehalten sein, aber nicht von einer FRAU in Buchform abgehandelt werden. Dieses Machwerk dann sogar zu besprechen – wie es Marcel Matthies tut – ist der Gipfel der Perversion. Nicht einmal die Tonkunst bietet da noch Zuflucht, wenn es sich um solch artfremden Geräusche handelt, die Berthold Seliger propagiert, weil sie aufwühlen und nicht die deutsche Seele ergötzen. Da will uns offensichtlich ein Haufen Kritikaster verhöhnen (mit Satire kennen wir uns aus) – wartet aber, wer zuletzt lacht:

Gewalt schlägt Denken und ein Knieschuss ist die höchste Form von Wahrheitsbeweis: Wer schreit UND blutet, hat DOPPELT unrecht.

Kurz gesagt: So wie überall in der Republik sind wir mit dem Kärcher ausgerückt und haben auch in dieser Redaktion mal kräftig durchgewaschen.

Für die neue Schriftleitung:
Fickel, Furz und Strafe

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#117
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