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The Fog is the Media. THE MEDIA IS THE FOG IN YOU.

Eine Theorie des Nebels.

Der Nebel hebt den Raum auf. Er lässt keine Stelle, keinen Winkel aus.

Während der Nebel zum raumfüllenden Akteur wird, verschwinden die Körper.

Etwas verschwindet. Etwas manifestiert sich. Etwas manifestiert sich im Verschwinden.

Formlose Formen. Scheineigenschaften.
Eine Realität, die nicht mehr zustandekommt.

Sich selbst behaupten.
Sich selbst behaupten als Weigerung zu verschwinden.

Der Nebel reißt die Hilfsaugen raus.

Nebel als Akteur und Netzwerk.

Nebel verbindet ungereinigte Zustände.
Politik, Wissenschaft, Kunst.
Technologie, Ökonomie.

FLOODING THE ZONE WITH FOG.

Reduzierte Weitsicht, diffuses Geschehen, Unsichtbarkeit, Unüberprüfbarkeit.
Von der Dezentralisierung zur Desorientierung: Alles nebelt ineinander.

Spuk-Netzwerke, Tech Fog Boxes und geschluckte Rest-Menschen.

Im Material leben. Maschinen-Halluzination, GHOST TALKS.
Schlecht gefüllte Lücken und Behauptungen.

Die Simulationen synchronisieren sich nicht.
Die offenen Stellen in den Systemen verdichten sich.

The Fog Egg:
If you break an egg from the inside, life begins.
If you break an egg from the outside, life ends.

Neue Aggregatzustände.

Feuer, Wasser, Dampf und Rauch
Der ölige Schleim der Industrialisierung.
Schmutzige Luft wird zum Rest-Rauchen von Wirklichkeit.

Atmosphäre und Ozeane sind zu Speichermedien von Wärme geworden.

Fog of War. Smog of War. Fog Computing.

Neue Angst.
Nebelnatur.

Aufstand der Imagination:
Nebelgranaten.

Der Nebel schreit:
Es gibt eine richtige Simulation in der falschen.

Nebel als Fiktion, die ihre Auflösung imaginiert.
Coding the Fog.

Aleatorik.
Untertauchen im Phantom-Programm.

FOGGING AROUND.
Nebelsuppe.

Large Fog Sea:
Am Ende war der Nebel.

Dematerialisierung und Auflösungsaktivismus.

Die Welt ist alles, was Zerfall ist.
Die Welt ist alles, was einem einfällt.

Jetzt bist du gefragt.

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»Der Nebel reißt die Hilfsaugen raus.« Aus: Michel Serres, Die fünf Sinne. Eine Philosophie der Gemenge und Gemische, Kapitel Nebel. Suhrkamp, 1998

»Die Welt ist alles, was Zerfall ist/einem einfällt«: Paraphrase auf »Die Welt ist alles, was der Fall ist«, aus: Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, 1921/22